Export Lower Austria

Skandinavien

Wie Sie als Lebensmittel- und Getränkehersteller nach Dänemark und Schweden exportieren

Skandinavischer Supermarkt
Skaninavischer Supermarkt | Dieses Foto wurde mit Hilfe von AI (Dall-e) generiert.

Für viele niederösterreichische Lebensmittel- und Getränkehersteller ist Schweden DAS Sprungbrett für die Expansion in die nordischen und baltischen Märkte. Die skandinavischen Länder gelten als lukrative Exportmärkte für niederösterreichische Unternehmen. Sie locken mit kaufkräftigen und experimentierfreudigen KonsumentInnen. Wir haben die skandinavischen Märkte Dänemark und Schweden im Rahmen unserer Masterclass „The path to the Nordics – Ready-to-Market Check“, die am 24. April 2024 in Wien stattfand, genauer unter die Lupe genommen.

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Obwohl Dänemark und Schweden eine vergleichbare Bevölkerungsanzahl wie Österreich haben – Dänemark zählt ca. 6 Millionen und Schweden ca. 10,5 Millionen EinwohnerInnen – unterscheiden sie sich signifikant von den österreichischen KonsumentInnen.

Zum einen liebt die dänische Bevölkerung ihre Discounter heiß. Johannes Gut, vom AußenwirtschaftsCenter Kopenhagen, formulierte es bei unserer Masterclass so: „Discounter are in the heart of the Danish consumer.“ Entsprechend hoch ist der Marktanteil von Discountern in Dänemark.

Andererseits liegt das durchschnittliche Einkommen in Dänemark bei rund 5.000 Euro, in Österreich bei rund 3.000 Euro. Trotzdem geben die ÖsterreicherInnen mehr Geld für Lebensmittel aus. In Dänemark sind die KonsumentInnen preissensibel – „Value for money“ ist hier das Credo. Einerseits kaufen sie gerne günstig im Discounter ein, andererseits leisten sie sich teure Restaurantbesuche.

Schwedische und dänische KonsumentInnen gelten als besonders offen und interessiert an neuen Produkten. Die hohe Wechselbereitschaft ist für die Hersteller und Produzenten Fluch und Segen zugleich. Besonders die DänInnen haben den Ruf, die illoyalsten KundInnen zu sein. 

Der dänische Lebensmitteinzelhandel ist hoch konzentriert und wettbewerbsintensiv mit wenigen „big“ Playern – alle voran die Supermarktkette Coop, die Salling Group und die Einzelhandelskette REMA 1000. Die Netto-Lebensmittelkette (als Teil der Salling Group) ist eines der erfolgreichsten Einzelhandelsunternehmen in Dänemark. Als Discounter betreibt Netto 411 Lebensmittelgeschäfte in Dänemark und hat sich auf ein breites Angebot an hochwertigen Lebensmitteln, Getränken und Non-Food-Produkten konzentriert. In Schweden sind die Top-Player im Lebensmitteleinzelhandel ICA, Coop und Axfood.

„Convenience & Snackification“-Produkte liegen derzeit in Schweden und Dänemark besonders im Trend. Die Preise für die Produkte sind hoch, der Wettbewerb ist intensiv, da viele Startups auf den Markt drängen. Und „on top“ ist der Platz im Regal begrenzt. DänInnen und SchwedInnen lieben Zucker – die DänInnen essen im europäischen Vergleich am meisten Süßigkeiten (ca. 35kg Zucker pro Jahr). „Lifestyles of Health and Sustainability (LOHAS)“ sind daher ein großes Thema. Gesunde Produkte, weniger Zucker, Schönheit von innen, mehr Gemüse, keine künstlichen Zusatzstoffe, weniger Fleisch sind die Lifestyle-Themen, die die KonsumentInnen bewegen.

  • Wenn Sie eine Listung anstreben, halten Sie sich an den Category Manager – er trifft die Entscheidungen, nicht der Einkäufer. Nutzen Sie hier auch gerne LinkedIn, um in Kontakt zu treten.

  • Der Prozess bis zur Listung ist in Schweden strukturiert und kann – muss aber nicht – zentralisiert erfolgen. Mit einer Listung bei einem größeren Einzelhändler, können Sie in mehreren Filialen verkaufen. Sie können aber auch den umgekehrten Weg gehen und direkt einzelne Filialen anfragen.

  • „Trade Windows“, also Zeiträume für Listungen, gibt es nur zwei- bis dreimal im Jahr (meist von Februar bis Mai und von September bis November).

  • Der Weg zur Listung dauert in der Regel vier bis fünf Monate. Doch bevor es so weit ist, müssen Sie den Category Manager überzeugen. Bereiten Sie sich gut vor für Ihren Company Pitch und erstellen Sie eine Unternehmenspräsentation mit dem Fokus auf Ihren Mehrwert und Ihren USP. Warum sollte sich der Category Manager genau für Ihr Unternehmen und Ihre Produkte entscheiden? Ihre Value Proposition und Ihr (Preis-)Angebot müssen stimmig sein. Daher: Do your homework! Zeigen Sie, dass Sie ein – in jeglicher Hinsicht – verlässlicher Partner sind.

  • Anders als in Österreich wird in den nördlichen Ländern finanzielle Transparenz großgeschrieben und gelebt. Ihr Jahresabschluss und die GuV offenzulegen ist ein Muss. Über Preiskalkulationen wird sehr offen gesprochen. Der Führungsstil und die Zusammenarbeit sind kollaborativ – das Team zählt. Entscheidungsprozesse können etwas dauern.

  • Ihre Produkte sind auch für HORECA und den Onlinehandel passend? Für manche Produkte kann dies eine Alternative zum LEH sein, die Sie sich unbedingt ansehen sollten.
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