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Ein Rückblick | Workshop „Produkt. Verpackung. & Export.Erfolg“
am 29. Februar 2024

Produktverpackungen auf dem Prüfstand. Analysieren, evaluieren und adaptieren – darum ging es bei unserem Workshop zum Thema „Produkt.Verpackung. & Export.Erfolg“ mit Fokus auf die skandinavischen Märkte Dänemark, Schweden und Deutschland. Dazu eine große Portion Wissen und Inspiration von unseren ExpertInnen. Mit dabei: 14 topmotivierte niederösterreichische UnternehmensvertreterInnen.

Die Verpackung eines Produktes ist wichtig. Wie wichtig, das wird vielen erst bewusst, wenn sie nach Skandinavien exportieren wollen. Denn: Skandinavische KonsumentInnen gelten als besonders designliebend und haben einen hohen Anspruch an die Produktverpackung. Klare Kommunikation und reduziertes Design lautet das Credo. In Dänemark beispielsweise ist der Geschmack eines Produktes das wichtigste Kaufargument, was die Beurteilung in der Einkaufssituation schwierig macht. Farbe, Form, Größe, Verpackungsmaterial und Präsentation eines Produktes helfen daher den KonsumentInnen, eine erste Einschätzung über Geschmack und Wertigkeit eines Produktes zu treffen.

Viel Input zu diesem Thema kam von Brini Fetz (Hej Studio), die den skandinavischen Markt in Bezug auf Produktdesign wie keine andere kennt.
„In Skandinavien ist das Niveau für Design und Branding höher als in Österreich oder Deutschland. Markenauftritte sind simpel und mutig gestaltet, sowie konsequent umgesetzt. Gutes Design ist hier nicht auf hochpreisige Produkte oder große Marken beschränkt. Im Gegenteil, auch Discounter und kleine Produzenten denken Marke und Verpackungsdesign von Anfang mit.“

Auch bei den Verpackungsvorschriften und -richtlinien gibt es beim Export einiges zu beachten. Antonia Bierleutgeb und Charlotte Werner von Circular Analytics teilten dazu ihr umfangreiches Wissen. Zum einen ist die EU-Richtlinie zur Systembeteiligungspflicht (Stichwort EPR – Extended Producer Responsibility) zu beachten. Die EPR, oder erweiterte Herstellerverantwortung, nimmt Hersteller bzw. Inverkehrbringer von Produkten in Europa in die finanzielle Verantwortung für die Rücknahme, Entsorgung oder Wiederaufbereitung ihrer Produkte. Das Ziel ist hier eine Kreislaufwirtschaft zu schaffen, in der Produkte wiederverwendet oder recycelt werden.
Charlotte Werner: „In den skandinavischen Märkten Schweden und Norwegen gibt es bereits ein verpflichtendes EPR-System für Haushalts- und Gewerbeverpackungen. In Dänemark wird es ab 2025 ein EPR-System für B2C-Verpackungen geben.“

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Recyclingfähigkeit von Verpackungen. Gerade wurde die neue EU-Verpackungsverordnung verabschiedet. Diese sieht die Berücksichtigung des gesamten Verpackungskreislaufs vor und legt fest, dass bis 2030 alle Verpackungen recyclingfähig sein müssen. Außerdem wird eine Harmonisierung der Verpackungskennzeichnung eingeführt, um die Getrenntsammlung der VerbraucherInnen zu verbessern. Bei der Umsetzung der Recyclingfähigkeit setzt man laut Antonia Bierleutgeb auf einen zweistufigen Ansatz:
„Ab 2030 müssen Verpackungen den „Design for Recycling“-Kriterien entsprechen – die Recyclingfähigkeit von Verpackungen wird bereits im Designprozess berücksichtigt. Ab 2035 müssen Verpackungen in großem Maßstab gesammelt, sortiert und recycelt werden.“

Von Jan Krepil, Researcher am FH Campus Wien, erfuhren die TeilnehmerInnen unseres Workshops, wie es um die Wahrnehmungen von KonsumentInnen zur Umweltfreundlichkeit von Verpackungen steht.
„KonsumentInnen erkennen nachhaltige Verpackungen vor allem am Label und fokussieren sich eher auf das „end of life“ von Verpackungen. Fragen, wie „Ist die Verpackung biologisch abbaubar, recyclingfähig bzw. wiederverwendbar?“ stehen im Vordergrund.“
Dabei orientieren sich KonsumentInnen in Skandinavien gerne an Labels. Aufgrund der großen Vielfalt an Ökolabels empfiehlt Jan Krepil, diese sorgfältig auszuwählen und die Zertifizierungskriterien genau zu prüfen.

Ein Rückblick in Bildern

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Kundenstimmen

“Wir stecken mitten in einem Markenrelaunch.
Der Workshop kam genau richtig und war eine wirkliche Bereicherung für uns.“

"Ich konnte viele wertvolle konkrete Inputs mitnehmen und fand den persönlichen Austausch aller TeilnehmerInnen sehr spannend."

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